Dieser Beitrag ist längst überfällig. Nachdem ich einige Versuche unternommen habe, wieder mehr Leben auf dideldum.ch zu bringen, muss ich mir eingestehen, dass die Zeit vorbei ist. Ich werde den Blog hiermit definitiv beenden und mich nicht mehr aktiv um das Fotoarchiv kümmern.
Ich werde weiterhin gerne Fotos von euch bereitstellen, und vielleicht habe auch ich meine Cam in Zukunft mal wieder an einer Party oder einem Festival dabei. Weil sich meine Besuche jedoch auf wenige Anlässe pro Jahr beschränken, wird es keine regelmässigen Beiträge mehr geben. Die Webseite bleibt jedoch online.
Nach dem schrittweisen Inaktivwerden von mir und vielen weiteren Fotografinnen und Fotografen war es leider nicht möglich, die Lücken durch neue Leute zu füllen. Dies hat mit fehlender Motivation und Zeit meinerseits, aber auch mit der veralteten Plattform zu tun. Es werden nicht weniger Fotos an Partys geknippst, aber diese landen vermehrt auf einfacher zugänglichen Webseiten.
Ich habe diese Entwicklung ebenfalls mitgemacht und meine Postings der letzten Zeit auf die dideldum-Facebookseite beschränkt. Dort werde ich auch weiterhin relevantes aus dem Web posten. Ihr seid herzlich eingeladen, dideldum auf Facebook zu begleiten.
Vielen Dank für eure Unterstützung in all den Jahren.
Ab November läuft "The Substance" in den Kinos, nachdem der Film am Filmfestival Locarno seine Premiere hatte. Ich poste euch nachfolgend den Pressetext und einen Videobeitrag dazu. Den Trailer gibts hier.
Das Kultkino.Atelier Basel zeigt den Film am Sonntag, 13. November 2011, um 11h00 in einer Sondervorstellung, mit anschliessendem Gespräch mit Regisseur Martin Witz. Gemäss Flyer ist die Reservation demnächst online möglich unter www.kultkino.ch. Ich werde da sein, vielleicht sehen wir uns :-)
THE SUBSTANCE
Der Chemiker Albert Hofmann stösst im Frühjahr 1943 in seinem Basler Forschungslabor per Zufall auf eine bisher unbekannte Substanz. Nach einem gewagten Selbstversuch begreift er schnell, dass er es mit einem extrem potenten Wirkstoff zu tun hat – ein Molekül, das die menschliche Wahrnehmung radikal verändert. Was er nicht ahnen kann, sein LSD wird die Welt verändern. In den 50er Jahren beginnen Psychiater die neuartige Substanz als Medikament einzusetzen. Als Werkzeug, um die Funktionsweise der menschlichen Psyche zu entschlüsseln. Als die 'Atombombe des Geistes' am Anfang der 60er Jahre aus den Kliniken entweicht, geht es erst richtig los: LSD scheint wie geschaffen für die Aussteiger der Wohlstandsgesellschaft. Ein früher ‘Clash of Civilizations’. Mit dem Beginn der 70er Jahre landet die unberechenbare Substanz auf der schwarzen Liste. Heute werden psychedelische Substanzen erstmals wieder legal eingesetzt. Wird LSD in Zukunft vielleicht doch zu dem Heilmittel, als das es Albert Hofmann immer gesehen hat? ‘The Substance’ erzählt die LSD-Story von ihren Anfängen bis heute.
Regie: Martin Witz
mit Albert Hofmann, Stanislav Grof, Martin A. Lee, James S. Ketchum, Franz X. Vollenweider, Carolyn Garcia, Ralph Metzner, Nick Sand, roland Griffiths, Clark Martin
Die digitalisierte Gesellschaft bietet modernen Hackern eine riesige, vielleicht sogar unbegrenzte Angriffsfläche. Unbemerkt dringen sie in Systeme ein, um diese unter ihre Kontrolle zu bringen, Daten zu verändern oder zu entfernen, Webseiten nach Belieben zu sperren oder großräumig Informationen zu verbreiten. Die Liga der Netzwerkprofis wird zur neuen Macht des Untergrunds und gilt für manche bereits als "fünfte Staatsmacht". Bedrohlich wird diese Macht, wenn sich Hacker Zugriff auf die digitalen Lebensadern unserer Gesellschaft verschaffen. Wer sind diese Menschen, denen es gelingt, in die Hochsicherheitsnetzwerke von Verwaltungsinstitutionen und Großunternehmen einzudringen, Börsenkurse zu beeinflussen, E-Mail-Adressen und Bankkonten zu knacken - selbst Nicolas Sarkozys Kontodaten wurden bereits gestohlen - ja sogar Politikerkarrieren zu beenden. So wurde Außenminister Guido Westerwelles ehemaliger Büroleiter Helmut Metzner nach der Enthüllung seiner Informantentätigkeit durch WikiLeaks des Amtes entbunden. Liegen unsere wertvollen Systeme in den Händen jugendlicher Computerfreaks oder gemeingefährlicher "Hightech-Terroristen", wie US-Vizepräsident Joe Biden es formulierte? Sind diese Menschen idealistische Informatiker oder unkontrollierbare Verschwörer? Entsteht etwa eine neue echte politische Gegenmacht? Und sind sich die Hacker ihrer Macht überhaupt bewusst? Um Klischees und vorschnelle Urteile zu vermeiden, taucht die Dokumentation ein in die Welt der Hacker. Protagonisten des Cyberkriegs geben ein ungeschminktes Bild ihrer Aktivitäten, Vertreter der größten Hackerbewegungen schildern ihre Beweggründe, ihre Werte und ihren Blick auf die Cyberwelt, beschreiben ihre Lebenswege und erklären, wie sie ihre neue Macht wahrnehmen.
Die Interview-Reihe auf Dideldum.ch sei eröffnet! Im Folgenden präsentiere ich euch ein erstes Interview, auf das eine ganze Reihe weiterer folgen soll. Ich möchte euch damit verschiedene Persönlichkeiten an der Schweizer Psytrance-Szene vorstellen: Musiker, DJ’s, Party-Organisatoren, Deko- und Performance-Künstler, Standbetreiber, Label-Manager usw.
Eine Person, welche die meisten dieser Eigenschaften sowie noch weitere auf sich vereint, ist Adi Scandola a.k.a. Müstik. Ich kann mich noch an meine erste Goa-Party erinnern, das Scarabaeus Nights II Festival im Jahr 2003, und schon dort hat DJ Müstik aufgelegt.
-----
Müstik, du kannst dich bestimmt noch an das Festival erinnern... wie viele Jahre warst du dort schon beim Goa-Zirkus dabei?
Aber sicher doch! Ich erinnere mich noch sehr gut an dieses bezaubernde Festival, war für mich bis dahin das grösste Booking. Und ich muss sagen: Ich bin schon etwas traurig, dass es keine Scarabaeus mehr geben wird. Die erste war im 2004, da war ich „leider“ gerade auf meiner Weltreise und konnte sie nicht besuchen. Wenn ich mich richtig erinnere war im Jahr 1995 die erste Oxüd Party auch meine erste GOA Party, die ich besuchte. Das war in der nähe Bremgarten (Erdmandlistein), wir suchten gute 3h, bis die erste Bässe zu hören waren. Dazumal gehörte das Suchen noch zum GOA Ritual vor einer Party.
Hier, ich habe sogar noch den Flyer von der Party.
-----
Weshalb bist du das erste mal an einer Goaparty gelandet? Was waren deine ersten Eindrücke, und weshalb hast du dich dann entschieden, öfters zu gehen und aktiv mitzuwirken?
Ich kam vom Metal-Rock über Gabber-Partys auf die GOAs. Per Zufall fand ich dann mal einen Flyer, als wir schon so viel von der GOA Welt hörten. So machten wir uns auf die Suche. Es war so ganz anders als alles andere, das ich kannte. Wie eine eigene kleine Welt verzauberten die Partys meinen Geist. Einmal dort angekommen, liess und der Zauber auch nicht mehr los.
Die ersten Jahre war ich als Gast und Konsument unterwegs. Nach einiger Zeit empfand ich die Musik nicht mehr so prickelnd. Da entschied ich mich, das selber in die Hand zu nehmen und fing an, Musik zu mixen. Ich übte 6 Monate zuhause, bis es dann ernst wurde. Mein erster Auftritt war in Uzwil SG an einer After After Party. Damals noch unter dem Namen „Scand“. Ich war da so nervös, ich konnte kaum die Plattenadel still halten. *grins*
Wir gründeten dann das Label „Physical Team“, wo ich aktiv und mit voller Energie meine Leidenschaft ausleben konnte.
-----
Über die Jahre hast du das optische Auftreten der schweizerischen und teilweise auch internationalen Szene stark geprägt: Mit deinen Designs für Flyers, CD-Covers, Shirts und anderem wirst du vielen Leuten unter den Pseudonym psyborg design bekannt sein. Hast du eine entsprechende Ausbildung und beschäftigst du dich auch Hauptberuflich mit Design? Woher holst du deine Inspirationen für die Designs?
Ja genau, mein „normaler“ Job ist Grafiker. Beigebracht hab ich mir das selbst, nachdem ich Feinmechaniker gelernt hatte und aber bald merkte, dass das nichts ist für mich ist. Ich durfte dann ein Praktikum bei einer Werbeagentur machen, wo ich danach 9 Jahre tätig war. Bald beginnt nun ein neuer Abschnitt in meiner Berufsbahn, versuche es mal mit der Selbständigkeit nach dem Sommer.
Grafik ist meine zweite grosse Leidenschaft. Die Inspiration kommt wie so oft im ganz normalen Alltag oder auf den vielen coolen Webseiten, die es mittlerweile gibt.
*** Mehr vom Interview gibts nach dem Klick auf "Read more" rechts unten! ***
Hier habt ihr den Trailer zu einem neuem Film zu den Merry Pranksters rund um den Autor und Urhippie Ken Kesey (Einer flog über das Kuckucksnest). Die Pranksters waren zuerst im Sommer 1964 auf einem Roadtrip durch die USA, um den Konsum psychedelischer Drogen und den Hippie-Lifestyle zu promoten, als die meisten Leute noch nichts davon gehört hatten. Ich werd' mir den Film bestimmt anschauen :-) Mehr Infos zum Film gibts auf der Website.